Umbau, Generalüberholung


Umbau, Generalüberholung

Joachim Kreienbrink

Joachim Kreienbrink

Zu allen Zeiten haben Orgelbauer, wenn es um einen Neubau oder eine Vergrößerung der vorhandenen Orgel ging, Teile aus der vorhandenen Orgel übernommen, sozusagen als gebrauchte Teile. Deshalb finden wir heute historische Instrumente mit Teilen aus bis zu vier Jahrhunderten. Und häufig, wenn eine Orgel ersetzt wurde, ist das vorhandene Instrument an eine andere Kirchengemeinde abgegeben worden.

Bedingt durch Schließung oder Verkleinerung von Kirchenräumen wächst in den letzten Jahren der Markt, auf dem gute gebrauchte Orgeln angeboten werden, stetig. Diesem großen Angebot steht ein ständig knapper werdender Finanzrahmen in den Kirchengemeinden gegenüber, der Orgelneubauten immer weiter zurückgehen lässt.

Immer häufiger entscheiden sich daher – nach einem gewissen Neubau-Boom in der Nachkriegszeit – Gemeinden wieder für Konzepte, in denen komplette gebrauchte Orgeln angekauft oder gebrauchte Orgelteile verwendet werden.

Wir übernehmen in unserer Werkstatt seit über 60 Jahren Teile von vorhandenen Orgeln, haben uns in den letzten Jahren verstärkt um Umbauten und Neukonzeptionen von alten Orgeln am neuen Standort gekümmert. Und dies nicht nur aus Kostengründen, sondern auch aus Wertschätzung gegenüber den Generationen, die diese Orgeln bzw. Orgelteile nach bestem Wissen gefertigt haben. Unserer Ansicht nach ein Beitrag zum heutzutage gern geäußerten Nachhaltigkeitsgedanken!